19.04. – 10.05.2012. // Dirk Haupt

Dirk Haupt „Landschaft – Konstruktion“

„Landschaft – Konstruktion“, so betitelt der Karlsruher Künstler Dirk Haupt seine Ausstellung im SCHAURAUM.

Gestrüppe, Ufer, Böschungen. Eine Bootsfahrt auf einem Altrheinarm kann sehr aufschlussreich sein, wenn man den Bildern Haupts näher kommen will. Auch hier viel Grün und doch noch etwas anderes. Konstruiertes, durch gerechnet einer Formel folgend offenbaren sich Zeichnungen im realistisch Gemaltem.

Dirk Haupt stellt Gesetze auf, die man Naturgesetze nennen könnte, die man mathematische Gesetze nennen könnte, die man Experimente nennen könnte oder Spielregeln. Es ist von allem etwas und nichts von alle dem. Dirk Haupt schaut genau hin und verlässt so für eine kurze abenteuerliche Exkursion den kulturellen Kreis und begibt sich in die Wildnis des Undefinierten. Er bringt von dort Spielregeln und Gesetze mit, mit denen er Pflanzen und Bildteile generiert. Sie bedeuten die Basis einer Simulation von Wirklichkeit.

Auf der anderen Seite haben wir es bei den Werken Haupts aber auch mit Malerei zu tun, mit Komposition, mit Struktur, mit Farbe, mit Zeichnung. Die aus der Undurchschaubarkeit der Wirklichkeit abgeleiteten Gesetze sind für Haupt Widerstände um die herum er seine malerische Komposition entstehen lässt. Die Gesetze, die Regeln brechen immer wieder in den Gestus aus. Dieser wiederum erfährt strenge Mäßigung durch serielle, fast konzeptuelle Ansätze.

Regel wie Regelbruch erzeugen die Dokumentation einer malerischen Annäherung an eine Wirklichkeit. Seine Malerei inszeniert den Abgrund zwischen dem Abbild des Gegebenen und der Realität der Erscheinung. In dieser Weise ist er im Grunde dem Realismus verpflichtet, ohne an die Fähigkeiten des Realismus, die Wirklichkeit zu erfassen, zu glauben.

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