In Südafrika wurde 2012 „fossiler Regen“ gefunden.

Vor 2,7 Milliarden Jahren brach ein Vulkan aus, es begann zu regnen und Regentropfen fielen in die frische Vulkanasche. Dort hinterließen sie kleine Krater, auf die dann neue Vulkanasche fiel. Diese Situation versteinerte im Laufe der Jahrmillionen. Durch Erosion freigelegt, können wir heute die Abdrücke der Regentropfen betrachten. Das flüchtige und alltägliche Ereignis eines Regenschauers fand durch das Zusammentreffen mit dem Vulkanstaub eine materielle Form, die Milliarden von Jahren überdauerte.

Die spezifische Materialität dieses beeindruckend kleinen erdgeschichtlichen Ereignisses fasste Peter Weiss 2013 als Teil einer Textarbeit in einem Satz zusammen. Dieser ist nun, 13 Jahre später, Titel der gemeinsamen Ausstellung mit Ursula Oberhauser: Abdrücke von Regentropfen, die vor 2,7 Milliarden Jahren in Vulkanstaub hinterlassen wurden. Er bezeichnet einen realen paläontologischen Fund und    eröffnet zugleich einen weit darüber hinausreichenden imaginativen Raum.

Ähnlich der wundersamen Verwandlung von einfachen Regentropfen in Abdrücke, die Milliarden Jahre später gesehen werden können, entstehen die Arbeiten von Ursula Oberhauser und Peter Weiss aus einfachen, alltäglichen Materialien. Beide KünstlerInnen interessieren sich für Dinge, die sie in ihrer Umgebung finden und beschäftigen sich mit deren material- und situationsimmanenten Qualitäten. Ihre Arbeiten transformieren das „Unbeachtete“ in etwas, dem in veränderter Präsentation und an einem anderen Ort Aufmerksamkeit geschenkt werden kann. Es bleibt dem Betrachter überlassen dieses als Kunst wahrzunehmen und die Transformation zu vollenden.

Text: Ursula Oberhauser/ Peter Weiss

www.ursulaoberhauser.de

www.instagram.com/ursulaoberhauser

www.pweiss.com

Resilience and Restart

– English version below –

Erst Anfang Dezember ist die junge afghanischen Künstlerin, die unter dem Künstlerinnenpseudonym KIMIA arbeitet, in Deutschland angekommen. Nach über zwei Jahren voller Unsicherheit und Anspannung in Pakistan hat sie mit Hilfe des deutschen Bundesaufnahmeprogrammes in Nürtingen bei Stuttgart einen neue Lebensmittelpunkt gefunden, der hoffentlich zur Heimat werden kann.

Ungeachtet der vergangenen Schwierigkeiten präsentiert sich KIMIA nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft im SCHAURAUM des Provisorium e.V. in Nürtingen erstmals mit ihren Arbeiten in Deutschland. Mit dieser Ausstellung hat sie die Möglichkeit, Kunst und Botschaften in die Sichtbarkeit zu bringen, die bislang nur anonym im Projekt „Hidden Statement“ international rezipiert wurden.

Im Schauraum zeigt KIMIA einerseits digitale Werke aus den vergangenen Jahren sowie Reproduktionen von Arbeiten, die bei ihrer Emigration in Afghanistan verbleiben sind, andererseits aber auch neue Werke und einen Animationsfilm.

Kunst ist dabei ihr Medium, um auf die zutiefst prekäre Situation afghanischer Frauen in ihrer Heimat hinzuweisen, die von allen Formen öffentlicher gesellschaftlicher Teilhabe und weiterführender schulischer und akademischer Bildung abgeschnitten sind. In symbolhafter Transformation macht die Künstlerin diese tragische Situation sichtbar, transformiert sie zugleich jedoch in allgemeinere Sinnkontexte. Die ausgewählten Arbeiten erfahren durch mehrsprachige Texte eine inhaltliche Erweiterung und Ergänzung.

Dies ist der Notwendigkeit geschuldet, nach wie vor auf die misogynen Zustände hinzuweisen, denen sie nun entkommen ist und die sie an ihrer freien künstlerischen Weiterentfaltung gehindert hätten.

Der Titel der Ausstellung ist damit ebenso eine Beschreibung der emotionalen Kraft und der aktuellen Situation der Künstlerin wie ein Wunsch für ihre Schicksalsgenossinnen.

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The young Afghan visual artist using the artistic pesudonym KIMIA for her work arrived in Germany only at the beginning of December 2025. After more than two years of uncertainty and tension in Pakistan, and with the help of the German Federal Reception Programme, she has found a new home in Nürtingen near Stuttgart, which will hopefully become a new place for living.

KIMIA is presenting her work in Germany for the first time at the SCHAURAUM of Provisorium e.V. in Nürtingen, despite her past difficulties and just a few weeks after her arrival. This exhibition gives her the opportunity to bring her art and messages to the fore, which until now have only been received anonymously in the internationally acclaimed ‘Hidden Statement’ project.

In the SCHAURAUM, KIMIA is exhibiting digital work from the recent years and reproductions of older works that remained in Afghanistan when she emigrated, as well as new original work and an animated film.

In the work shown, fine art is her medium for drawing attention to the deeply precarious situation of Afghan women in their homeland, who are cut off from all forms of public social participation and further school and academic education. In symbolic form, the artist makes this tragic situation visible, while at the same time transforming it into more general contexts of meaning. The selected works are expanded and supplemented in terms of content by multilingual texts.

This is due to the need to continue to draw attention to the misogynistic conditions from which she has now escaped and which would have prevented her from freely developing her artistic talents.

The title of the exhibition is thus as much a description of the artist’s emotional strength and current situation as it is a wish for her fellow women whose fate she shared for so many years.

Beinahe Alles

Collage – Objekte

Unter einem Titel, der den Anspruch auf eine fast universale Botschaft, Schaffenskraft oder sogar auf Vollständigkeit anmeldet, verwandelt der Künstler den Schauraum in ein faszinierendes, ironisches „Panoptikum der Sinnesreize“ und zugleich in eine Art papierene Wunderkammer.

Hubrig arbeitet ausschließlich mit originalen historischen Druckerzeugnissen, die er liebevoll sein „Blattgold“ nennt – darunter Schnittmusterbögen, Werbefragmente oder Illustrationen aus Magazinen wie „Quick“ oder „Merian“. Alle Materialien stammen aus der Zeit vor seiner Geburt im Jahr 1969 und bewahren so eine zunehmend verschwindende Welt, die er selbst nie erlebt hat und die sich für ihn aus medialen Abbildern generiert.

In seinen intuitiv entstehenden Werken spielt der Künstler mit den Klischees der Fifties und Sixties, hebt Raum und Zeit auf und schafft traumhafte, teils bizarre „Schwebezustände“. Seine humorvoll-subversive Herangehensweise wirft eine Vielzahl von Fragen auf und zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen Alltagszeugnis und Kunstobjekt sein können. 

Zum Künstler:

Alex Hubrig, ursprünglich aus Marbach am Neckar, lebt und arbeitet seit 2014 in Nürtingen. Er war bis 2024 Mitarbeiter an der Freien Kunstakademie und ist neben seiner bildnerischen Arbeit auch durch verschiedene musikalische Aktivitäten bekannt. Die Collage ist für ihn nach wie vor ein höchst aktuelles künstlerisches Medium.

TV-Uni: Ich glotze, also bin ich.

// Vernissage: Montag, 06. Oktober 2025 / 19:00

Seit 1999 sammelt Karin Rehm Zitate aus Film und Fernsehen: Über 2000 Sätze, die unsere Gesellschaft, unsere Ängste und Sehnsüchte kommentieren, spiegeln und mitprägen. In dieser Ausstellung werden sie aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und in den neutralen White Cube des Ausstellungsraums übertragen. Was sagen uns diese Sätze heute? Können sie für sich selbst sprechen?

Im Zentrum steht das Archiv in seiner Gesamtheit – mit bis dato 2065 Zitaten. Parallel dazu entfaltet sich eine zweite Ebene: eine raumgreifende Installation aus 57 ausgewählten Zitaten, zu archetypischen Blöcken verdichtet. Diese »TV-Uni« entpuppt sich als eine Art »Notfallambulanz« auf dem Weg »vom Glotzen zum Gestalten«.

Diese konzeptuelle künstlerische Arbeit wird ergänzt durch weitere Positionen, die das Archivmaterial aufgreifen, in neue Formate übersetzen und aus unerwarteten Perspektiven hinterfragen.

Die Ausstellung lädt ein zum Stöbern, Entdecken und selbst Denken – zu einer Reflexion über die Macht von Worten und der Bilder in unseren Köpfen.

Fernsehen als Lehrmeister? Diese Ausstellung stellt die Frage neu. Sie ist eine Einladung, vom passiven »Glotzen« auf all unseren Bildschirmen in ein aktives »Studieren« zu wechseln – eine Aufforderung, vorgefundene Denkanstöße in eigenes Denken zu verwandeln.

Die Künstlerin und Kunsttherapeutin Karin Rehm lebt und arbeitet in Nürtingen. Geprägt von ihrer Arbeit in kollaborativen Formaten – als Mitbegründerin von »Begleitbüro SOUP«, »Schattenwald« und »Loch 21« – erforscht sie urbane Räume und gesellschaftliche Narrative. Ihr künstlerisches Handeln ist geprägt durch die Verknüpfung von Gesellschaft, Medien, Umwelt und Therapie in einem künstlerisch-kommunikativen Prozess, der mögliche Zukünfte entwirft.

Öffnungszeiten:

06. – 30.10.2025, donnerstags im Rahmen des Barbetriebs bzw. nach Absprache

Das Archiv steht im Rahmen der Ausstellung für Forschung und eigene Projekte offen.

SYMBIOSEN

// Vernissage: Donnerstag, 24. Juli 2025 / 19:00

SYMBIOSEN

Grammatik: Substantiv (Femininum) 
Bedeutung: Biologie; »dauerndes Zusammenleben von zwei verschiedenartigen Lebewesen zum beiderseitigen Nutzen« (DWSD)
Etymologie: Symbiose f. »dauerndes Zusammenleben artverschiedener, einander angepaßter Organismen zu gegenseitigem Nutzen« (DWSD)

In unserer Semesteraustellung »Symbiosen« präsentieren wir, was uns verbindet, was uns inspiriert und wie wir innerhalb von vier Semestern als Künstlerinnen herangewachsen sind. 

Es erwarten euch Fotografien, Filme, Performances und Installationen über die Dinge, die uns berühren, die wir hinterfragen oder einfach schön finden.

Koop 1: Maja Loser / Noelle Schöck / Lena Lemmle

Ich seh‘ das anders.

Was ist Wahrheit, wenn jeder etwas anderes sieht?
Ich seh‘ das anders.
Ich bin Projektion. Wunsch. Angst. Interpretation.
Es gibt keine Wahrheit. 
Wahrheit ist ein Lichtstrahl, der auf mich trifft – und sich in tausend Richtungen bricht.
Ich bin nicht eins. Ich bin viele.

Unsere Installation mit Spiegeln und Projektionen soll genau das veranschaulichen:
Unterschiedliche Blicke, die alle eine andere Wahrheit in sich tragen. 
Doch welche Wahrheit siehst Du?

Koop 2: Tabea Hankings-Evans / Sophia Hankings-Evans

»Bailar con el VIENTO« – eine Spurensuche

Was bedeutet es heute, Mutter zu sein? Wie fühlt es sich an, in der Rolle der »alleinerziehenden Mutter« zu stehen? So wie Tabea es war. 
Welche Hürden begegnen Müttern oder Eltern in der heutigen Gesellschaft?
Die Videoarbeit stellt Fragen, die sich nicht eindeutig beantworten lassen: Mit welchen inneren und äußeren Konflikten, mit welchen Erwartungen und Anforderungen sehen sich Mütter täglich konfrontiert?
Tanz als Ressource – als Ausdrucksform, Überlebensstrategie, Widerstand und Verbindung zum Selbst – wird dabei zum bewegten Echo der Erfahrungen.

Koop 3: Talia Özdemir / Sophia Predan

Choking on Flowers
Eine Videoarbeit über das Erinnern 

Kennst du das, wenn dich längst Vergangenes einfach nicht loslässt? 
Erinnerungen werden zum stetigen Begleiter: Stumm, körperlos, vergänglich wie eine verwelkende Blume. 
Sie können einen berühren, begleiten und mitunter verfolgen. Man muss einen Umgang mit ihnen finden: Eine Balance zwischen Nähe und Distanz, zwischen Ablehnung und Akzeptanz.

Solo: Lilli Stelzer

Schreien ohne Laute

Ein Kurzfilm über digitale Übergriffigkeit:. Scham. Angst. Wut. Hilflosigkeit. Aushalten. Überforderung. Stille.
Ein Kurzfilm über Momente, in denen die Stimme versagt – und die Stille laut wird:

Kennst du dieses Gefühl, wenn du schreist und niemand hört zu?

Koop 4: Margarete Zuk / Theresa Klinkmann

places of estrangement

Die Videoinstallation »places of estrangement« geht der Frage nach, an welchen öffentlichen Orten wir uns anonym, passiv oder ausgeschlossen erleben und wo Begegnung und Teilhabe stattfinden kann. Zwischen Betonfassaden, Konsumzonen und funktionalen Durchgangsräumen entsteht ein Versuch der Annäherung: Berührung trifft auf kalte Architektur und Körper setzen Impulse in scheinbar unberührbaren Umgebungen. Betrachter*innen sind eingeladen, gewohnte Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und ihre eigene Position im Raum zu erkunden.

Koop 5: Simone Berndorfer / Lotte Breuker / Klara Dicke

Lass mich los / Halt mich fest

In unserem Werk verschmelzen Fotografie, Film und Collage. Zwischen Haut und Gefühl, Oberfläche und Tiefe erkunden wir, wie Berührung wirkt – körperlich, emotional, flüchtig oder bleibend. Die Arbeiten öffnen Räume für Intimität, Irritation und Sehnsucht. Sie zeigen Fragmente von Begegnungen, Reaktionen und Empfindungen und laden ein, genauer hinzuschauen und nachzuspüren: Wie berühre ich und wie will ich berührt werden?

Öffnungszeiten:

24. Juli 2025 // 19 h bis 22 h

KTM

// Vernissage: Donnerstag, 10. Juli 2025 / 17:45

Vom 10. bis 20. Juli 2025 zeigen 13 Studierende des Masterstudiengangs Kunsttherapie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. In einer gemeinsamen Ausstellung unter dem Titel »die 13 Fragezeichen« stellen die Studierenden im SCHAURAUM des Provisoriums und im Forum Türk in Nürtingen ihre Werke aus.

Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die in individuellen, forschenden Prozessen entstanden sind. In der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und forschenden Denkens eröffnet die Ausstellung Räume des Betrachtens, Fragens und Erlebens.

Die Studierenden des Masterstudiengangs Kunsttherapie laden Sie herzlich zur Vernissage am Donnerstag, den 10. Juli 2025 um 17:45 Uhr ein. Der Abend beginnt im Provisorium und wird anschließend durch eine zweite Eröffnung im Forum Türk ergänzt, an die sich eine Tanzveranstaltung im Rahmen von »La Guinguette du Neckar« im Hölderlingarten anschließt.

Künstler*innen:

HANAA ABDELLA // JOHANNA HAACKMANN // SARAH HAGL // MICHELLE HESS // FRANZISKA HEUER // JOHANNA KARUS // KATHARINA MICHEL // NADJA REKER // DELIA REU // MARIE BINNI ZÁ ROYAL // KERSTIN SCHRÖDER // KATHRIN THUMM // CHAEEUN SHIN

Öffnungszeiten:

10. bis 20. Juli 2025

// Donnerstag und Freitag: 17 h bis 20 h

// Samstag und Sonntag: 11 h bis 18 h

Maria Grazia Sacchitelli

// Vernissage: Mi, 07. Mai 2025 / 19:00

In ihrer neuen Rauminstallation setzt sich Maria Grazia Sacchitelli mit dem vielschichtigen und ambivalenten Thema Wasser auseinander. 
Mit unterschiedlichen Mitteln und Methoden, löst sie es aus vorgegebenen Strukturen und Sinnzusammenhängen, nutzt Materialien wie Millimeter- und Verpackungspapier, Schmuckketten und Fliegenfischerhaken in Kombination mit der traditionellen japanischen Suminagashi-Technik und glänzenden Perlen aus Blattmetall. Die Ausgangsmaterialien treten in Beziehung zueinander und eröffnen Assoziationsräume, die den gewohnten Blick auf die Dinge in Frage stellen. Ambivalenzen und Widersprüche werden subtil hervorgehoben. 

Bei der Suche nach ihren Themen, die meistens eine zeitlich ausgedehnte Auseinandersetzung bedeuten und zu Werkgruppen zusammenwachsen, geht Sacchitelli intuitiv vor und begibt sich auf unbekanntes Terrain. 
Das Material als solches, sein Kontext, seine Verfasstheit und das ihm innewohnende Potential zur Konstruktion und Metamorphose nimmt einen besonderen Stellenwert ein.

Zu den Internetauftritten von Maria Grazia Sacchitelli:
www.maria-grazia-sacchitelli.de
www.instagram.com/sacchitelli_art

Marc Allgaier

// Vernissage: Mi, 15. Januar 2025 / 19:00

Marc Allgaiers Rauminstallation entfaltet sich wie eine vielschichtige Kartografie fragmentierter Räume und Landschaften und nimmt die Betrachtenden mit auf eine immersive Parallaxe durch sich verändernde Perspektiven und Ebenen. In dieser großflächigen Schwarz-Weiß-Collage verschmelzen verschobene Blickwinkel und abstrakte Formen zu einem Gefüge, das die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Realität auflöst. Die Anordnung der Bildelemente schafft eine Tiefe, die wie eine entfaltende Landkarte zu immer neuen Entdeckungen einlädt.

Durch Licht, Schatten und Textur entsteht ein dynamisches Spiel der Eindrücke, das den Raum in ständiger Bewegung erscheinen lässt. Fließende Übergänge und subtile Perspektivwechsel führen die Wahrnehmung der Besuchenden und laden dazu ein, den Raum aktiv zu erfahren und sich von den Formen leiten zu lassen. Die Installation entfaltet dabei ihre Wirkung durch gezielte Verzerrungen und Überlagerungen, die je nach Position im Raum neue Eindrücke enthüllen und eine lebendige, wandelbare Kulisse erzeugen.

Die Arbeit entwickelt sich als ein visuelles Echo, in dem Tiefe und Nähe, Weite und Enge ineinander übergehen. Die Besuchenden sind eingeladen, sich frei durch den Raum zu bewegen und ihre eigene Wahrnehmung zu erkunden, wobei sie selbst zu einem aktiven Teil des Kunstwerks werden.

marcallgaier.com

www.instagram.com/marc.allgaier

Öffnungszeiten:
jeden Donnerstag ab 20.30 h: 16.01.2025 bis 27.02.2025

Alexandra Modesta Hopf

// Vernissage: Fr, 28. März 2025 / 19:00

Aus flächigen Farbcollagen, bestehend aus Papier- und Farbschichten, die zum Teil abgeschliffen werden, entstehen sich überlagernde und verschachtelte Architekturen.
Die massiven Holzplatten, auf die die Collagen aufgebracht werden, verstärken diese Tiefenwirkung.
Spannend wird das Spiel der Gestaltung, wenn bestimmte Elemente in den Vordergrund treten, die die Collagen in Balance bringen und zugleich in Räume öffnen.

Alexandra Hopf arbeitet seit vielen Jahren mit Collage, Malerei und Textilien. Diese unterschiedlichen Materialien, ihre jeweiligen Qualitäten und die dafür erforderlichen Handlungsformen bringen in ihren Überschneidungen und Verknüpfungen räumliche Wirkungen hervor. Ihr Material sind Papierverpackungen und andere papierne Fragmente des täglichen Lebens. Sie interessiert, durch welche Schritte der Bearbeitung aus mehreren Flächen in ihrem Zusammenspiel Räume hervortreten. Farbwirkungen, Reduzierungen, Abstraktionen, das Schleifen und die Dauer der Bearbeitung spielen dabei eine Rolle. Die verschiedenen Einflüsse werden in einer Bildaussage zusammengeführt.

Ute Sybille Belser

// Vernissage: Mi, 06. November 2024 / 19:00

Ute Sybille Belser arbeitet mit Ton, einem Material, das zunächst weich, anschmiegsam und formbar ist, bevor es ein- oder sogar zweimal gebrannt wird. Durch die Glut des Brandes verfestigt sich seine Struktur, so dass sie durch Wasser nicht mehr gelöst werden kann. Damit löst sich der gebrannte Ton aus dem Beweglichen und Lebendigen heraus. Für Ute Sybille Belser verkörpern sich auf diese Weise die existentiellen Dimensionen des Lebens. 

Mit dieser Ausstellung kehrt Ute Sybille Belser in ihre Heimat zurück, einem Ort mit vielfältigen persönlichen Bezügen und Geschichten, aus dem sie sich vor etlichen Jahren heraus bewegt hat, zu dem ihre Söhne aber wieder zurückgekehrt sind. Mit dieser Ausstellung öffnet sich der SCHAURAUM diesen persönlichen Bewegungen und ermöglicht auf diese Weise eine besondere Begegnung.

Öffnungszeiten:

// Do, 07. November 2024, ab 20.30 h
// Do, 14. November 2024, ab 20.30 h
// Do, 21. November 2024, ab 20.30 h