Ausstellung im Kulturverein Provisorium, Heiligkreuzstraße 4, 72622 Nürtingen
20.05 – 24.06.2026
Eröffnung: 20.05.2026, 19 Uhr
Begrüßung: Prof. Dr. Till Ansgar Baumhauer
Einführung: Prof. Dr. Gabriele Abels, „Frau Europas 2026“, Jean Monnet Chair for Comparative Politics and European Integration, Tübingen
Der Künstler ist anwesend: 21.05. (20–22 Uhr), 23.05. (15–18 Uhr), 28.05. (20–22 Uhr), 30.05. (15–18 Uhr)
Workshop: Sa. 13.06.2026, (15–18 Uhr). Thema: „Welche Argumente gibt es für mögliche Standorte eines Sockels der Freiheit?“
Finissage: 24.06.2026, 19 Uhr
Aktuell: Sa. 13.06.2026: Workshop: Wo soll Europa stehen?
Im Rahmen des Projekts Where Liberty Stands laden wir alle Interessierten zu einem offenen Workshop ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, an welchem Ort ein europäischer Sockel entstehen könnte — nicht als fertige Setzung, sondern als gemeinsamer Denkprozess.
Gesucht werden keine perfekten Orte, sondern begründete Vorschläge: Orte, die etwas über Europa erzählen, eine Frage aufwerfen oder einen Konflikt sichtbar machen. Jeder Vorschlag soll deshalb nicht nur einen Standort nennen, sondern auch erklären, warum gerade dieser Ort für Europa bedeutsam sein könnte.
Im Workshop entwickeln wir gemeinsam mögliche Standortvorschläge, diskutieren ihre Argumente und erproben, wie daraus ein öffentliches Verfahren entstehen kann: Vorschläge, die genügend Unterstützung finden, sollen später in einer offenen Liste sichtbar werden und in ein Ranking eingehen.
Die Standortfrage wird damit selbst zum künstlerischen und demokratischen Prozess. Wer einen Ort vorschlägt, gibt nicht nur eine Stimme ab, sondern bringt eine Position ein.
Alle Interessierten sind eingeladen, mitzudenken, mitzureden und eigene Vorschläge einzubringen.
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Where Liberty Stands
Wo steht die Freiheit in Europa?
Das Kunstprojekt „Where Liberty Stands“ nimmt eine historische Geste zum Ausgangspunkt: die Schenkung der Freiheitsstatue. Sie wirkte als politisches Symbol weit über sich selbst hinaus und versuchte, politischen Einfluss zu nehmen. Als bewusste Re-Inszenierung und unter Umkehrung der damaligen Verhältnisse fordert das Projekt „Where Liberty Stands“ auf, selbst zu bestimmen: Was bedeutet Freiheit in Europa – und wo sollte ein Symbol dafür stehen?
Im Zentrum steht die konkrete Realisierung eines Sockels im öffentlichen Raum. Er ist Voraussetzung für den weiteren Prozess, sei es die symbolische Forderung nach Rückgabe der Freiheitsstatue oder die kollektive Entwicklung eines neuen zeitgenössischen Freiheitssymbols. Der Sockel fungiert als künstlerischer Impuls. Er wird zur „Attrappe“ im produktiven Sinn: eine reale Fiktion, die einen ernsthaften Diskurs provoziert.
Sein Standort ist nicht vorgegeben – er soll durch einen offenen, europaweiten Prozess bestimmt werden: durch Vorschläge, öffentliche Diskussion und die Beteiligung möglichst vieler Menschen.
Alle können sich einbringen – nicht nur mit ihrer Stimme für einen Standort des Sockels, sondern auch durch Ideen für eine reale Umsetzung.Der Sockel wird durch viele getragen – und durch viele entschieden.
Das Projekt versteht sich dabei nicht als abgeschlossene künstlerische Setzung, sondern als offener Rahmen: Der eigentliche künstlerische Prozess liegt in der Moderation einer realen, kollektiven Entscheidung – jenseits vorgegebener institutioneller Strukturen.
Die Präsentation im Schauraum ab dem 20.05. gibt erstmals Einblick in Konzept, Hintergründe und mögliche Umsetzungen. Historische Bezüge treffen auf aktuelle künstlerische Positionen und eröffnen einen Diskursraum.
Das Publikum ist eingeladen, sich aktiv einzubringen: Vorschläge zu machen, Positionen zu formulieren und Teil eines Projekts zu werden, dessen Ausgang offen ist – dessen Umsetzung jedoch ernsthaft angestrebt wird.
Wo die Freiheit steht, wird gemeinsam entschieden.
It will be decided together where liberty stands.



