20.03.14 – 10.04.2014 // ICH BIN SO EIN LIEBES MÄDCHEN

Unter dem Titel „Ich bin so ein liebes Mädchen“
zeigen drei junge Künstlerinnen aus Nürtingen und Stuttgart ihre verschiedenen künstlerischen Positionen im SCHAURAUM. Mit ihren Installationen, Objekten und Bildern thematisieren die Künstlerinnen Garlandy, Stein und Noches, das immerwieder interessante und brissante Thema der Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft. Puppen, Ponys und Pinkes werden provokant in Szene gesetzt, umkreisen das Thema Gender und der SCHAURAUM wird zur Bühne der Selbstfindung.

Jason Garlandy, multi media
Isa Stein, Glitzer und Lack
Senoires Noches, Objektkunst

30.01. – 13.02.2014 // MARTINA GEIGER-GERLACH

Das Hinschauen ist Martina Geiger-Gerlachs wichtigste Arbeitstechnik.


Vorgefundene Situationen, die sie in ihrer Modellhaftigkeit faszinieren, zeichnet dieVideo- und Konzeptkünstlerin mit fest installierter Kamera auf, um sie immer wieder neusehen und überdenken zu können. Auch ihre drei im „Schau-Raum“ installierten Videos zeigen Menschen beim Hinschauen, alle in Zuschauerreihen geordnet. Wie das Theaterpublikum eines Theaterstücks mit dem Titel „Tanz ins Glück“, das Martina Geiger-Gerlach von der Theaterbühne aus mit der Kamera beobachtet, um die sichtbare Wirkung des vielversprechenden Stückes zu überprüfen. Auf der Suche nach Anzeichen vom Wirken bildstarker Rhetorik als visionäre Inspiration und Lektion, filmt sie eine Gruppe Kunststudenten und ihren Professor, wie sie gemeinsam den Livestream der Antrittsrede Barack Obamas als neuer Präsident Amerikas verfolgen. Um die Persönlichkeiten einer sogenannten Randgruppe sichtbar zu machen, inszeniert Geiger-Gerlach ein Sehstück. Die Bewohnerinnen eines Frauenwohnheims wurden von ihr engagiert, um eine Stunde in das Objektiv einer fest installierten laufenden Kamera zu schauen. Nun sitzen die Frauen dem Ausstellungsbesucher als lebensgroße Projektion gegenüber und geben ihr „Gastspiel“ im „Schau-Raum“.


Martina Geiger-Gerlach, in Albstadt geboren, studierte 2003 -2009 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Stuttgart. Ihr Werk umfasst Videos, Installationen, Aktionen und Performances und setzt sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander.

18.04 – 16.05.2013 // MAX BANSEMER

Max Bansemer studierte an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Seine künstlerische Aktivität mündet in ein Arrangement aus Objekt, Raum und die Interaktion des Bertrachters. Seine Installationen sind eine Schnittstelle zwischen Architektur, Erlebnispark und Traumsequenz.

14.03 – 14.04.2013 // PETER SCHMIDT

Der SCHAURAUM des Kulturvereins Provisorium e.V. zeigt vom 14. März bis 14. April künstlerische Arbeiten von Peter Schmidt, die sich sehr zeitkritisch positionieren. Zu sehen sind verblüffend detailgetreue Miniaturmodelle, die realistische Gebäude und Szenen nachbilden sowie Großfotos, die Details dieser Modelle widergeben. Bei der Ausstellung im SCHAURAUM sind die beiden Arbeiten „WEM GEHÖRT DER BAHNHOF“ und „DIE FESTUNG EUROPA“ zu sehen.

Peter Schmidts Miniaturen der Arbeitswelt und der sozialen Räume beleuchten spielerisch die sozialen Verhältnisse der Gegenwart. Indem seine Orte an der Grenze von Vergangenem und dem Heute angesiedelt sind ermöglicht sein Blick aufs Detail, Gefühle, Phantasien und Standpunkte gegenüber unserer sozialen Realität zu entwickeln. So ist beispielsweise beim Miniaturmodell „FESTUNG EUROPA“ eine Szenerie zu sehen mit Flüchtlingsbooten, die aus buntem Bonbonpapier gefaltet sind, die Festung ist ein abweisender Betonbau auf einer Mangrovenwurzel, Wachpersonal hält Ausschau, Suchscheinwerfer und Stacheldraht vervollständigen das Bild. In einem Hochhaus werden Sitzungen abgehalten und finden Empfänge statt. An einer kleinen Drehorgel kann der Betrachter die Europahymne „Ode an die Freude“ erklingen lassen.

Die Arbeit „WEM GEHÖRT DER BAHNHOF“ thematisiert an einem konkreten Beispiel die soziale Realität eines solchen Ortes: Der öffentliche Raum Bahnhof wird per Kamera überwacht, das Bahnhofsleben wird schicker und teurer. Wer es sich nicht leisten kann, bleibt fern oder er wird entfernt. Ins Bild der Konsumwelt der Gegenwart passen immer weniger Bilder der Armut. Eine Zunahme der sozialen Gegensätze verlangt eine massivere Abgrenzung. Der „Bahnhof“ ist ein Beispiel für die Entwicklungen und Veränderungen der öffentlichen Räume unserer Gesellschaft.

21.06 – 12.07.2012 // KATJA PUDOR

KATJA PUDOR

Im Ausstellungsraum des Kulturvereins Provisorium wird am Donnerstagabend, 21.6.2012 um 21 Uhr die Ausstellung „Seitenbewegung“ der Berliner Künstlerin Katja Pudor eröffnet. Katja Pudor, die Malerei an der Hochschule Berlin Weißensee bei Katharina Grosse studierte arbeitet nicht als klassische Malerin und wird nicht mit Ölbildern auf Keilrahmen anreisen. Papier, Acryl, Schellacktinte, Grafit, Kohle, Edding und Tapeband sind gewöhnlich ihre Arbeitsmaterialien mit denen sie Kunstwerke hervorruft und Zeichnungen raumgreifend dalegt. Was letztendlich am 21.6. der Künstlerin Werk sein wird, werden wir sehen.

19.04. – 10.05.2012. // DIRK HAUPT

„Landschaft – Konstruktion“, so betitelt der Karlsruher Künstler Dirk Haupt seine Ausstellung im SCHAURAUM.

Gestrüppe, Ufer, Böschungen. Eine Bootsfahrt auf einem Altrheinarm kann sehr aufschlussreich sein, wenn man den Bildern Haupts näher kommen will. Auch hier viel Grün und doch noch etwas anderes. Konstruiertes, durch gerechnet einer Formel folgend offenbaren sich Zeichnungen im realistisch Gemaltem.

Dirk Haupt stellt Gesetze auf, die man Naturgesetze nennen könnte, die man mathematische Gesetze nennen könnte, die man Experimente nennen könnte oder Spielregeln. Es ist von allem etwas und nichts von alle dem. Dirk Haupt schaut genau hin und verlässt so für eine kurze abenteuerliche Exkursion den kulturellen Kreis und begibt sich in die Wildnis des Undefinierten. Er bringt von dort Spielregeln und Gesetze mit, mit denen er Pflanzen und Bildteile generiert. Sie bedeuten die Basis einer Simulation von Wirklichkeit.

Auf der anderen Seite haben wir es bei den Werken Haupts aber auch mit Malerei zu tun, mit Komposition, mit Struktur, mit Farbe, mit Zeichnung. Die aus der Undurchschaubarkeit der Wirklichkeit abgeleiteten Gesetze sind für Haupt Widerstände um die herum er seine malerische Komposition entstehen lässt. Die Gesetze, die Regeln brechen immer wieder in den Gestus aus. Dieser wiederum erfährt strenge Mäßigung durch serielle, fast konzeptuelle Ansätze.

Regel wie Regelbruch erzeugen die Dokumentation einer malerischen Annäherung an eine Wirklichkeit. Seine Malerei inszeniert den Abgrund zwischen dem Abbild des Gegebenen und der Realität der Erscheinung. In dieser Weise ist er im Grunde dem Realismus verpflichtet, ohne an die Fähigkeiten des Realismus, die Wirklichkeit zu erfassen, zu glauben.

01.03.2012 // GRUPPENAUSSTELLUNG LEIPZIGER KÜNSTLER

Ein Gruppe Leipziger Künstler, die teils aus Nürtingen stammend, um sich ein Gruppe von HFB Leipzig Studierenden geschart haben, planen eine Gruppenausstellung im Schauraum. Eine Art ästhetisches Symposium zwischen Konzept, Gipskarton und Gewalt.

Teilnehmende Künstler sind: Deborah Jeromin, Friede König, Lucia Thanner, Maria Jeschke, Sven Glatzmeier, Silja Darmstadt, Leonardo Wedlich Rios, Patze Oppenländer. Trotz der großen Zahl an Künstlern soll eine gemeinsame Arbeit präsentiert werden.

19.01. – 26.01.2012. // SANDRO PLACENTI – RIOT IM KOPF

Sandro Placenti begreift das Leben als Gesamtkunstwerk. Der Auftrag des Künstlers darf nicht sein, Statussymbole zu erschaffen oder eine vorgefertigte Ästhetik zu bedienen. Seine Werke sollen die Menschen in ihrem innersten berühren, oder sogar erschüttern. In diesem Sinne ist Kunst nicht nur Verformung von Material, sondern auch Verformung von Bewusstsein.

In dem Kontext waren die gezeigten Exponate nicht als Bilder zu verstehen, sondern als Fetische, geschaffen, um beim Betrachter Komplexe zu evozieren so bedienen sie sich, sinngemäß, einer trivialen Ikonografie und Formsprache.

08.11. – 09.11.2011 // CLAUDIA VON KNORR

Notburga Karl / Tobias Loemke

Videoperformance in Kooperation mit Tobias Bischofberger und Josephine Bonnet

BLINKI

// Vernissage: Mi, 25.01.2023 / 19:00

// Öffnungszeiten: Mittwoch, 01.02.2023 / 19:00 – 21:00
(und nach Vereinbarung)

// Finissage: Mittwoch, 08.02.2022 / 19:00

30.09. – 27.10.2011 //BARBARA KARSCH-CHAÏEB, CLAUDIA DIETEWICH

Gedankliche Bruchstellen, Grenzen und Übergänge, Lücken und Verbindungen prägen unser Leben.  Zwischenräume sind die Signatur unserer Zeit. Unsere Erfahrungen und unsere Wahrnehmung weisen ununterbrochen auf ein räumliches und zeitliches Dazwischen hin, das sich mit seinem unbestimmten Charakter und der ihm innewohnenden Unsicherheit aber erfolgreich unserem reflektierenden Zugriff entzieht. 

Unter dem Titel „ESPACE“ zeigen Barbara Karsch-Chaïeb und Claudia Dietewich eine Material- und Videoinstallation, die sich dem Raum zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“ widmet und dabei nach Aufbruch und Ankunft, nach Abgrenzung und Grenzüberschreitung, nach Vergänglichkeit, verfließender Zeit und den damit verbundenen Erfahrungen und Erinnerungen fragt.