Ute Sybille Belser

// Vernissage: Mi, 06. November 2024 / 19:00

Ute Sybille Belser arbeitet mit Ton, einem Material, das zunächst weich, anschmiegsam und formbar ist, bevor es ein- oder sogar zweimal gebrannt wird. Durch die Glut des Brandes verfestigt sich seine Struktur, so dass sie durch Wasser nicht mehr gelöst werden kann. Damit löst sich der gebrannte Ton aus dem Beweglichen und Lebendigen heraus. Für Ute Sybille Belser verkörpern sich auf diese Weise die existentiellen Dimensionen des Lebens. 

Mit dieser Ausstellung kehrt Ute Sybille Belser in ihre Heimat zurück, einem Ort mit vielfältigen persönlichen Bezügen und Geschichten, aus dem sie sich vor etlichen Jahren heraus bewegt hat, zu dem ihre Söhne aber wieder zurückgekehrt sind. Mit dieser Ausstellung öffnet sich der SCHAURAUM diesen persönlichen Bewegungen und ermöglicht auf diese Weise eine besondere Begegnung.

Öffnungszeiten:

// Do, 07. November 2024, ab 20.30 h
// Do, 14. November 2024, ab 20.30 h
// Do, 21. November 2024, ab 20.30 h

VERHÜLLT VERSPIELT VERBUNDEN

// Vernissage: Mi, 17. Juli 2024 / 19:00

Studierende des vierten Semesters der Kunstgruppe von Tobias Loemke präsentieren ihren künstlerischen Abschluss:

Diana Demchenko | Leticia Ferreira Schmidt | Jessie Findeisen-MacKenzie | Leonie Günther | Lea Happel | Julia Huber (Gast) | Sina Lanz | Amelie Paintner | Valeria de Pascalis | Katrin Rothmund | Lisa-Marie Schuller | Celina Seiz

Sina Lanz | Katrin Rothmund
In unserer künstlerischen Kollaboration beschäftigen wir uns mit der eigenen Identität. In skulpturaler Arbeit ergründen wir innere Gefühlswelten in Bezug auf biografische Themen und Kontexte. Dafür arbeiten wir nah am Körper mit Materialien wie Pappmaché, Gips und Faden.

Diana Demchenko | Valeria De Pascalis | Lea Happel
Unsere Video-Installation untersucht die subjektive Wahrnehmung dessen, was uns innerlich still werden lässt. Weiße Tücher bedecken Möbel und schaffen eine neutrale Umgebung, auf die persönliche Videocollagen projiziert werden. Betrachtet werden dabei drei Perspektiven, die die Vielseitigkeit der Stille hervorheben. Stille wird hier nicht nur als Abwesenheit von Lärm verstanden, sondern als Raum der Fülle, in dem das Wesentliche hervortreten kann.

Amelie Painter | Celina Seiz 
Keine Zeit
Zeit schafft Struktur – Struktur schafft Druck – Druck schafft Leistung.
Wir haben keine Zeit zum… spielen, … Pause machen, … leben, … atmen, … beeilen, … sich verlieren.
Lasst uns unsere Zeit verspielen.
Denn es gibt keine Zeit.

Julia Huber (Gast) | Jessie Findeisen-Mackenzie | Leonie Günther
Unser Künstlerinnen-Kollektiv beschäftigt sich mit Natürlichkeit, Intimität und Verbindungen. Der Film »let me slow down, and be with her« ist eine Rebellion der Zärtlichkeit, in der Verletzlichkeit zur Stärke wird.

Lile (Leticia Ferreira Schmidt | Lisa Marie Schuller)
Die Kollaboration Lile setzt sich in ihrem Werk »Kollab-Koneksion« mit dem Begriff der Begegnung auseinander. Sie stellen die Dynamik vom »Zwischen« dar und zeigen, wie elementar das »Zwischen« für Verbindungen, das Menschsein und das Selbst als Person ist. Es geht somit nicht nur um einen bloßen Existenzraum, sondern viel mehr um die Schaffung eines authentischen Ichs in der Welt durch die Begegnung mit Anderen.

JONAHS WA(H)L

Geschichten aus dem Wa(h)lbauch

// Vernissage: Mi, 04. Dezember 2024 / 19:00

Stefan Heide zeigt in seiner Ausstellung eine Installation zum alttestamentarischen Jonah- Mythos. »Aus urhebräischer Sicht trete«, so Stefan Heide, »in dieser Geschichte die Wahlfreiheit des Menschen, nicht der vor seinem Auftrag fliehende Mensch in Erscheinung.« Das Aushalten dieses Paradox sei demnach der inhaltliche Zugang zu seiner Ausstellung.
Die Reise, das Schiff, der Wa(h)lbauch, die archaischen Bilder der Transformation, des ›Sterbens und der Auferstehung‹ stellten einen Prozess tiefster Verinnerlichung und Lösung dar.
Zu Beginn der Vernissage wird Stefan Heide über eine eigene Vortragspräsentation Papierarbeiten aus seinem Jonah-Zyklus vorstellen und erläutern. Als Künstler und Kunsttherapeut stellt er dabei das automatisierte, serielle, sowie beidhändige Zeichnen als besondere Merkmale eines fruchtbaren künstlerischen, aber auch kunsttherapeutischen Prozesses vor.


Nach seinem Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste München, das er als Meisterschüler beendete, absolvierte Stefan Heide den Aufbaustudiengang Kunsttherapie bei Gertraud Schottenloher.

Öffnungszeiten der Ausstellung während der Bar-Abende:

// Donnerstag, 05.12.2024, ab 20.30
// Donnerstag, 12.12.2024, ab 20.30
// Donnerstag, 19.12.2024, ab 20.30

Hier der Link zur Website von Stefan Heide.

ANNA WÖRL UND LAURA ZETTL

// Finissage: Fr, 01. März 2024 / 19:00

Letzte Chance die Rauminstallation von Anna Wörl und Laura Zettl im Schauraum anzuschauen.

Die Rauminstallation von Anna Wörl und Laura Zettl beschäftigt sich mit ihren unterschiedlichen Perspektiven des künstlerischen Arbeitens als einen Selbstausdruck im Kontext sowohl künstlerischer Institutionen, als auch im Kontext der Kunst als soziale Praxis. Durch gemeinsame Gespräche, Beobachtungen von Alltagserfahrungen und das Hinterfragen des eigenen Blickwinkels verbinden die Künstlerinnen ihre Wahrnehmungswelten und erforschen dabei ihre Perspektiven. Basierend auf dem Schauraum, als Ort, der explizit für das Ausstellen künstlerischer Arbeiten genutzt wird, erkunden die Künstlerinnen dieses Phänomen, indem sie sich räumlich mit dem Wechsel, dem Anziehen und Abstreifen beschäftigen. Immer wieder sind sie dabei mit der eigenen Denkweise und dem Zusammenführen der individuellen Ausdrucksweisen konfrontiert. Die Entwicklung der künstlerischen Arbeit in Kollaboration wird so expliziter Teil der Rauminstallation. Anna Wörl studierte seit 2016 bis 2018 Ausstellungsdesign und Szenografie an der HfG Karlsruhe, bevor sie an die Kunstakademie Düsseldorf wechselte. Mittlerweile arbeitet sie als selbstständige Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern in und außerhalb Deutschlands. Laura Zettl absolvierte 2022 ihren Bachelor der Kunsttherapie an der HfWU in Nürtingen und studiert mittlerweile im Master Performative Künste in sozialen Feldern an der Frankfurt University of Applied Science. Mit dieser Ausstellung zeigen die beiden erstmals eine gemeinsame Arbeit.

Alexandra Modesta Hopf

Aus flächigen Farbcollagen, bestehend aus Papier- und Farbschichten, die zum Teil abgeschliffen werden, entstehen sich überlagernde und verschachtelte Architekturen. Die massiven Holzplatten, auf die die Collagen aufgebracht werden, verstärken diese Tiefenwirkung.
Spannend wird das Spiel der Gestaltung, wenn bestimmte Elemente in den Vordergrund treten, die die Collagen in Balance bringen und zugleich in Räume öffnen.

mehr >>

Tine Schumann / Jochen Feucht / Klaus Schmidt

// Vernissage: Mi, 20. März 2024 / 19:00

Das Leben wird vermessen: geboren, gearbeitet… und sonst? Wir erzählen uns Geschichten, schichten Ereignisse, verbinden, betonen und verschweigen. 

Alle Geschichten entspringen einer scheinbaren Realität, ihre Summe ergibt aber keine Wahrheit. Echt jetzt? Unsere größten Geschichten wurden zu Religionen. Gott ist tot? Sind wir in das Zeitalter des Fragmentarischen, der Spiegelungen und Verzerrungen eingetreten? So war es vielleicht schon immer. Hatten wir einst einen gemeinsamen Puls? Der Puls unserer Zeit ist nervenaufreibend. Können wir noch einen eigenen Rhythmus im Zerborstenen finden? Was ist der Mensch, fragte Kant. Gibt es für uns noch ein Zentrum, ein Herz im immerwährenden Strom der Überkommunikation von unkontrollierbaren Aus- und Einflüssen auf allen Kanälen?

Alles stürzt in die Welt und ist somit nicht mehr rückgängig zu machen. Sind wir uns der Folgen bewusst? Wie können wir in diesem scheinbaren Sturzflug unserem Leben wieder Geist einhauchen, eine Existenz erringen, zwischen 0 und 1?

Eine Ausstellung mit Jochen Feucht (Musik), Klaus Schmidt (Wort) und Tine Schumann (Bild)

Websites der Künstler*innen
Jochen Feucht (Musik)
Klaus Schmidt (Wort)
Tine Schumann (Bild)

Echt jetzt?
Wir erzählen uns wahre
Geschichten von Leben und Tod.
Ihre Summe ergibt
keine Wahrheit.
Leben ließ sich
nie addieren,
nur riskieren,
Einsatz unbekannt.

ANNA WÖRL UND LAURA ZETTL

// Vernissage: Mi, 17. Januar 2024 / 19:00

Die Rauminstallation von Anna Wörl und Laura Zettl beschäftigt sich mit ihren unterschiedlichen Perspektiven des künstlerischen Arbeitens als einen Selbstausdruck im Kontext sowohl künstlerischer Institutionen, als auch im Kontext der Kunst als soziale Praxis. Durch gemeinsame Gespräche, Beobachtungen von Alltagserfahrungen und das Hinterfragen des eigenen Blickwinkels verbinden die Künstlerinnen ihre Wahrnehmungswelten und erforschen dabei ihre Perspektiven. Basierend auf dem Schauraum, als Ort, der explizit für das Ausstellen künstlerischer Arbeiten genutzt wird, erkunden die Künstlerinnen dieses Phänomen, indem sie sich räumlich mit dem Wechsel, dem Anziehen und Abstreifen beschäftigen. Immer wieder sind sie dabei mit der eigenen Denkweise und dem Zusammenführen der individuellen Ausdrucksweisen konfrontiert. Die Entwicklung der künstlerischen Arbeit in Kollaboration wird so expliziter Teil der Rauminstallation. Anna Wörl studierte seit 2016 bis 2018 Ausstellungsdesign und Szenografie an der HfG Karlsruhe, bevor sie an die Kunstakademie Düsseldorf wechselte. Mittlerweile arbeitet sie als selbstständige Bühnenbildnerin an verschiedenen Theatern in und außerhalb Deutschlands. Laura Zettl absolvierte 2022 ihren Bachelor der Kunsttherapie an der HfWU in Nürtingen und studiert mittlerweile im Master Performative Künste in sozialen Feldern an der Frankfurt University of Applied Science. Mit dieser Ausstellung zeigen die beiden erstmals eine gemeinsame Arbeit.

Peter Mayer

// Vernissage: Di, 05.12.2023 / 19 Uhr

Wesentlicher Ausgangspunkt sind unzählig vorhandene Fundstücke, Collageteile, alte Papiere, die sich aus einer persönlich entwickelten Strategie des Sammelns und Selektierens herauskristallisiert haben und so einen elementaren Fundus darstellen. 

Dieser Fundus an Stimulanzen sowie die individuellen Strategien des Zusammenfügens von diesen Collageteilen und das anschließende Überarbeiten von scheinbar nebensächlichen wie zufälligen Spuren schaffen ganz neue Ordnungszusammenhänge. Der Betrachter kann eintauchen in Erinnerungswerte, in fragmentarische Indizien, in Spuren unbekannten Lebens.

Das Fundstück erscheint plötzlich wieder „neutral“, offen, strahlt Impulse aus für neue Ideen.

Die zunächst scheinbare „Uneindeutigkeit“ der Spur sowie die im Tun impulsiv wie intuitiv entwickelte Zusatzspur lassen ein paradoxes Spiel entstehen von Erinnerungswerten vorhandener Lebenszeichen hin zu fiktiven Träumen.

Nichts bleibt – Alles verändert sich, ein Zustand fluider Sehnsüchte.

Hier zur Website von Peter Mayer.

Daniela Hoferer

// Vernissage: Mi, 08.11.2023 / 19:00

Die gestickten Bildwelten von Daniela Hoferer sind Montagen, die Motive aus den unterschiedlichsten Kontexten, Zeitebenen oder Gegenden in einem neuen Gefüge verweben.

Erst in der gedehnten Zeit des Stickprozesses, in der eine Bildfindung mehrere Monate dauern kann, fügen sich die Bildelemente sukzessive zu den neuen Kombinationen, der Bildraum wird zum Ort der Konfrontation, Vernetzung und Vermittlung. Ein Ort der unverwirklichten Möglichkeiten, an dem Grenzen und Normierungen unterlaufen werden können. 

Heiliges begegnet Profanem, der Tod und das Leben treffen in vielerlei Gestalt aufeinander, elementare Naturerscheinungen lösen sich auf in Ornamenten und Strukturen und Figuren in allerlei Kostümierungen tummeln sich in rätselhaft anmutenden Landschaften. 

Die zu Grunde liegende Bildersammlung der Künstlerin wächst stetig und enthält visuelle Fundstücke sowie eigene Fotografien und Zeichnungen. Dabei liegt der inhaltliche Fokus auf rituellen Formen menschlicher Interaktion, kulturgeschichtlichen und kunsthistorischen Referenzen, Widersprüchlichem, Skurrilem. Der oft farbige Grund ist die Kontaktfläche, sowohl der Hände, die die Stiche von der Ober- zur Unterseite und zurück führen, als auch der Bilder aus den unterschiedlichsten kulturellen Kontexten. Die Stickerei dient dabei der Verlangsamung und löst auch jenseits der Handlungsebene die Zeitgebundenheit, es entsteht Gleichzeitigkeit.

Hier geht es zur Website von Daniela Hoferer.

Eva Meschede

Zeitpaarung

// Vernissage: Mi, 04.10.2023 / 19:00

// Öffnungszeiten: 

  • 11.10./18.10./25.10.2023, jeweils von 17.30 bis 20.30 Uhr
  • 14.10.2023, 14.00 bis 18.00 Uhr

100 Jahre zurück – eine Vergangenheit, die sie selbst nie erlebt hat. 

Vom literarischen Werk des portugiesischen Autors und Dichters Fernando Pessoa und von einer Schachtel mit alten Fotografien inspiriert, beginnt ihre Reise in eine frühere Zeit, in die Vielstimmigkeit einer Persönlichkeit, in Zwischenräumliches und Traumhaftes. 

Eva Meschede führt uns in einen Raum rätselhafter Bildgestalten, Schwebezustände und Sinnzusammenhänge. Fragen nach der menschlichen Existenz, der Identität, nach Entfaltungsmöglichkeiten und Grenzen unseres Geistes stellen sich. Scheinbar Widersprüchliches lässt uns nachdenken über die enorme Wandlungsfähigkeit des Menschen und über Themen, die heute ebenso aktuell scheinen wie damals.